Jungvögel
Bild: Mauerseglerküken im Nest, Klaus Roggel
Jungvögel mit fast vollständigem Gefieder (Ästlinge, erkennbar an kurzen Schwanzfedern) verlassen das Nest oft schon bevor sie richtig fliegen können. Sie sind aber noch mit ihren Eltern über Rufe in Kontakt und werden regelmäßig gefüttert und sind daher nicht hilfsbedürftig. Sie sollten die Jungvögel in Ruhe sitzen lassen und Haustiere im Haus lassen - notfalls können Sie die Tiere an einen sicheren Ort in unmittelbarer Nähe setzen (z.B. Gebüsch oder Ast). Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie eine Weile beobachten, ob das Tier auf sich aufmerksam macht und die Eltern kommen.
Mauersegler und Schwalben, aber auch Wildtauben werden außerhalb des Nestes nicht mehr von ihren Eltern gefüttert! Sie sind also immer auf Hilfe angewiesen. Wenn das Nest erreichbar ist, legen Sie das Tier ins Nest zurück, ansonsten ist ein mit Küchenpapier ausgelegter Karton geeignet. In diesem Fall kontaktieren Sie bitte eine Wildtierstation.
Nackte Jungvögel (Nestlinge) brauchen auf jeden Fall Hilfe. Diese sollten Sie vorsichtig ins Nest zurücksetzen. Falls das Nest nicht auffindbar ist, wärmen sie ihn als allererstes (zB. mit Wärmflasche, Temperatur ca. 37 Grad) und setzen ihn in ein Ersatznest. Auf jeden Fall eine Wildtierstation anrufen!
Heruntergefallene Nester können ggf. wieder an einem Baum in der Nähe befestigt werden, bei instabilen Nestern kann ein Korb oder Karton, der am Baum befestigt wird, Abhilfe schaffen.
Erwachsene Wildvögel
Bild: Mauersegler im Flug, Klaus Roggel
Kranke oder verletzte Vögel können eingefangen werden, indem man vorsichtig ein Handtuch über den Vogel wirft und diesen dann packt und dabei beide Flügel fest umfasst. Achtung vor den Krallen! Für den Transport eignet sich ein mit Zeitungspapier ausgelegter Karton mit Luftlöchern, der nicht viel größer als der Vogel selbst und gut verschlossen ist. Auf jeden Fall eine Wildtierstation kontaktieren!