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BUND Kreisgruppe Goettingen

Nisthilfen für Vögel - Tipps und Hilfe

Foto: © A.u. /CC BY-SA 3.0 wikimedia commens

Nisthilfen für Vögel sind ein wichtiges Element des Naturschutzes, da insbesondere die städtische Umwelt immer weniger natürliche Nistmöglichkeiten bietet. Eine Nisthilfe ist eine Möglichkeit, heimische Vogelarten zu schützen und die Fortpflanzung zu unterstützen. Wir haben Tipps und Tricks zusammengestellt, damit Ihr Nistkasten erfolgreich angenommen wird.

Vögel benötigen besonders im Frühjahr Nistplätze, da sie nun Junge ausbrüten. Daher empfiehlt es sich, den Nistkasten bis spätestens Mitte März anzubringen.

Zunächst ist das Material des Nistkastens von Bedeutung: Am besten eignet sich ungehobeltes Naturholz von Eiche, Robinie oder Lärche. Kiefern- und Fichtenholz eignet sich ebenfalls, Buche ist im Außenbereich nicht beständig. Vermeiden Sie Spanplatten und Sperrholz, da diese nicht wetterfest sind.
Kleine Luftlöcher im Boden oder an den Wänden sind ebenfalls sehr wichtig für die Vögel!
Achten Sie darauf, dass das Einflugsloch minimal 17 cm über der Unterkante sitzt, damit Katzen und Mader nur schwer in den Nistkasten eindringen können. Zu diesem Zweck sollte auch auf eine Sitzstange vor dem Einflugsloch verzichtet werden.

Je nachdem, welcher Vogelart Sie helfen wollen, haben die Einflugslöcher verschiedene Größen. Für die kleinsten Vögel, etwa Meisen, reichen 28mm im Durchmesser. Kohlmeisen zum Beispiel benötigen eine Größe von 32mm und der Star passt erst durch ein 45mm großes Loch. Für größere Vogelarten sind spezielle Nisthilfen im Handel erhältlich.

Die Größe des Nistkastens ist allerdings nicht variabel, als Mindestmaß dienen 12x12cm Grundfläche als Orientierung.
Hier finden Sie eine ausführliche Bauanleitung für einen Höhlenbrüternistkasten.

Wenn Sie den passenden Nistkasten gebaut oder gekauft haben, können Sie ihn an Bäumen, an der Garage, am Balkon oder an einer Mauer befestigen. Wichtig ist hier, dass er etwa auf 2-3m Höhe hängt, für größere Tiere auf 4-6m. Richten Sie die Nisthilfe nach Südosten oder Osten aus, damit sie nicht der prallen Sonne oder Regen ausgesetzt ist. Sollten Sie mehrere Nisthilfen anbringen wollen, achten Sie darauf, dass etwa 10m Abstand zwischen ihnen besteht und nicht mehr als 5 Kästen auf 400m² hängen.

Im Spätsommer geht es dann an die Reinigung des Nistkastens, damit er im Winter oder im nächsten Frühjahr erneut genutzt werden kann. Tragen Sie am besten Handschuhe und reinigen Sie den Kasten draußen, da Vogelflöhe auf den Menschen überspringen können. Es reicht, wenn Sie den Nistkasten ausleeren und starke Verschmutzungen abbürsten. Verzichten Sie zum Wohl der Tiere auf chemische Reinigungsmittel und Insektensprays.
Falls Sie den Reinigungstermin im Spätsommer verpassen, lassen Sie lieber ein Jahr lang die Reinigung aus, damit auch überwinternde Vögel nicht gestört werden.

Nun haben Sie alle wichtigen Informationen zum Thema Nisthilfen für Vögel und können Ihr Grundstück zum Paradies für die Tiere machen!

Beispiele

Warum wird mein Nistkasten nicht angenommen?

Es kann ganz verschiedene Gründe geben, warum sich Vögel nicht in Ihrer angebrachten Nisthilfe niederlassen. Meistens haben sie mit den Tipps zu tun, die wir oben aufgeführt haben.

Zum Beispiel könnte die Nisthilfe…

  • ...zu spät angebracht worden sein. Wenn Sie den Termin im März nicht geschafft haben, einzuhalten, dann haben vermutlich alle Vögel schon eine andere Nisthilfe gefunden. Keine Sorge, es findet sich bestimmt im nächsten Jahr ein kleiner Untermieter an Ihrem Haus!
  • ...zu klein sein. Die Mindestfläche von 12x12cm reicht aus, damit ein Vogel genug Platz hat, ein Nest zu bauen. Sobald der Nistkasten kleiner ist, wird sich kein Vogel darin niederlassen.
  • ...in einer unruhigen Gegend hängen. Spürt ein Vogel, dass bspw. eine Katze im Wohnhaus wohnt, meidet er dieses Gebiet. Kinderlärm und viele Spaziergänger wirken auch abschreckend auf die Tiere.
  • ...zu nah an anderen Nisthilfen hängen. Achten Sie beim Anbringen auf mindestens 8-10m Abstand zwischen den Nisthilfen.
  • ...falsch ausgerichtet sein. Wenn das Einflugsloch zur Wetterseite Westen zeigt, besteht die Gefahr, dass es in den Kasten herein regnet. Auch die Ausrichtung nach Süden ist problematisch, weil dort im Sommer die pralle Sonne steht und das Häuschen erhitzt. Am besten ist die Ausrichtung nach Osten oder Südosten.
  • ...keinen freien Anflug für den Vogel bieten. Das Einflugsloch könnte hinter Ästen, einem Dachbalken o.ä. versteckt sein, sodass der Vogel nicht ungehindert hineinfliegen kann.

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