Als Orientierungshilfe haben wir für Sie Landkreisparteien und Landratskandidat*innen befragt. Unsere insegesamt 20 Fragen orientieren sich an den Forderungen des BUND Niedersachsen und haben wir für den Landkreis Göttingen konkretisiert. Hier und auf unseren Social-Media-Kanälen werden wir nach und nach alle Fragen und Kommentare veröffentlichen.
Position der Parteien und Kandidat*innen
1. Ausbau von Windenergie
Kommentare Frage 1:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “ABER: nur so viel wie gesetzlich vorgeschrieben, um eine Superpriviligierung zu verhindern.”
Harm Adam / CDU: “Wir unterstützen den Windkraftausbau an geeigneten Standorten mit schneller Planung und Genehmigung. Natur, Anwohner und Rechtssicherheit müssen dabei gleichermaßen berücksichtigt werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Ausbau von Windenergie liegt klar in meinem Interesse, um Energiewende und Klimaneutralität voranzubringen. Wichtig ist dafür im Landkreis der zeitnahe Beschluss zum Teilplan Wind.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen Windkraft und Repowering natur- und sozialverträglich beschleunigen. Dafür braucht es gute Planung, ausreichend Personal, zügige Verfahren und kommunale Wertschöpfung.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Das wird voraussichtlich auch ohne personelle Aufstockung erreichbar sein.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Windkraft ist eine elementare Chance für unsere Region, um unseren Teil im Kampf gegen die Klimakatastrophe zu leisten.”
Kommentare Frage 2:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Die Steuerung im Rahmen der Bauleitplanung obliegt in erster Linie den Gemeinden. Der Landkreis ist nach meinem Verständnis grds. deren Dienstleister.”
Harm Adam / CDU: “Freiflächen-Photovoltaik muss naturverträglich erfolgen. Wertvolle Landwirtschaftsflächen sind zu schützen, ökologische Standards und eine landschaftsverträgliche Planung sind wichtig.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Die primäre Zuständigkeit liegt bei Kommunen. Der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen hat Leitlinien zur Naturverträglichkeit von Flächen-PV herausgegeben, nach denen ich mich orientiere.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Freiflächen-PV soll naturverträglich geplant werden: Vorrang für belastete Flächen, Schutz von Böden und Biotopen sowie verbindliche Standards für Reihenabstände, Begrünung und Biodiversität.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Das ist unerlässlich für die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern”
Till Jonas Hampe / Volt: “Freiflächen-PV kann, sinnvoll geplant, auch hilfreich für bestimmte Fauna sein, indem sie Rückzugsräume bietet.”
Kommentare Frage 3:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Aber das kommunale Solar-Förderprogramm beabsichtige ich nicht fortzuführen. Es führt fast ausschließlich zu Mitnahme-Effekten und verursacht unnötige Bürokratie-Kosten.”
Harm Adam / CDU: “Photovoltaik auf Dächern und versiegelten Flächen hat für uns Vorrang. Dafür wollen wir Beratung stärken, Verfahren beschleunigen und den Netzausbau unterstützen.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Im Landkreis gibt es auf Anregung der Grünen Fraktion aktuell ein Solarförderprogramm. Das würde ich fortsetzen - nach Möglichkeit mit einer höheren finanziellen Ausstattung.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. PV auf Dächern, Fassaden, Parkplätzen und öffentlichen Gebäuden hat Vorrang. Städtische und kreiseigene Dächer sollen systematisch geprüft werden; Förderung muss sozial und dauerhaft sein.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Gerade in den städtischen Räumen müssen Potenzialflächen genutzt werden, Beispielsweise im Göttinger Ostviertel, wo Dachflächen-PV absurderweise verboten ist.”
4. Energetische Sanierung von Kreisgebäuden
Frage: Der Landkreis sollte auch bei Gebäudesanierungen mit gutem Beispiel voran gehen: Werden Sie sich für einen konkreten und verbindlichen Sanierungsplan für alle im Besitz der Stadt oder des Landkreises befindlichen Gebäude einsetzen und die nötigen Haushaltsmittel bereitstellen, um die Klimaziele der Stadt und des Landkreises zu erreichen?
Position:
Kommentare Frage 4:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Es existiert bereits ein solcher Plan beim Landkreis Göttingen.”
Harm Adam / CDU: “Der Landkreis soll seine Gebäude schrittweise energetisch modernisieren. Klimaschutz muss wirtschaftlich, finanzierbar und mit solider Haushaltsführung umgesetzt werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Der Landkreis investiert sehr viel Geld in energetische Sanierungen der eigenen Gebäude - Sanierungspläne und Energieberichte gibt es schon viele Jahre. Diesen Schwerpunkt würde ich genau so setzen.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen einen verbindlichen Sanierungsfahrplan für alle öffentlichen Gebäude, priorisiert nach Bedarf. Dazu gehören Energieeffizienz, Hitzeschutz, Barrierefreiheit sowie gute Bedingungen.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Wie können wir fordern, wenn wir selbst nicht leisten? Klimaschützende Sanierungen sind das absolute Minimum.”
5. Begrünung öffentlicher Plätze
Frage: Begrünung ist eine der wichtigsten Anpassungsmaßnahmen an das veränderte Klima, sie beschattet,kühlt, verlangsamt den Wasserabfluss und bietet Lebensraum:
Werden Sie bei Neu- und Umgestaltung öffentlicher Plätze eine verbindliche Mindestbegrünungsquoteunterstützen und sich dafür einsetzten, dass bestehende Bäume, Sträucher, Wiesen etc. nur in Ausnahmefällen entfernt werden?
Position:
Kommentare Frage 5:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Die Planung öffentlicher Plätze obliegt grds. den Städten und Gemeinden.”
Harm Adam / CDU: “Wir unterstützen mehr Grün bei Neuplanungen und den Erhalt von Bäume. Mindestquoten lehnen wir ab, Entscheidungen müssen standortgerecht erfolgen.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Bauleitplanung vor Ort liegt in der Kompetenz der Gemeinden. Über das Klimafolgenanpassungskonzept des Landkreises würde ich die Gemeinden aber unbedingt auf dieses wichtige Thema ansprechen.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen Mindestbegrünung bei neuen öffentlichen Plätzen. Bäume und Grünstrukturen sollen grundsätzlich erhalten bleiben; hitzegefährdete und soziale Orte haben Priorität.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Der Hitzesommer hat gezeigt das begrünte Flächen positive Wirkung auf die direkte Umgebung haben. Auch Wasser das verdunstet, muss konzeptionell Berücksichtigung finden.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Insbesondere Entsiegelung im großen Stil muss in dieser Legislatur bei der Flächenplanung eine Rolle spielen.”
Kommentare Frage 6:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Es existiert bereits ein Masterplan Radverkehr, der regelmäßig fortgeschrieben wird. Als Landrat werde ich auch in Zukunft für eine Fortschreibung sorgen.”
Harm Adam / CDU: “Auch in Zeiten der Haushaltssicherung setzen wir uns für sichere, gut ausgebaute Radwege und Lückenschlüsse im gesamten Landkreis als Teil eines ausgewogenen Mobilitätskonzepts ein.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Der Landkreis hat bereits seit vielen Jahren den Masterplan Radverkehr. Ich würde in diesen Bereich mehr Geld geben, um schneller voranzukommen. Es braucht z.B. Lückenschlüsse der Radwege.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz mit verbindlichem Ausbauplan. Der Masterplan liegt vor; nun braucht es Finanzierung, sichere Schulwege und gute Verknüpfung mit Bus und Bahn.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Hierzu habe ich konkrete Vorstellungen um bestehende Lücken zu schließen.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Radfahrende brauchen Sicherheit und die Möglichkeit, alles zu erreichen.”
7. Busanbindung ländlicher Regionen
Frage: Werden Sie die Angebote des ÖPNVs, ergänzt durch Bedarfsverkehr (Anruf-Sammeltaxi, „flow“, etc.), derart ausbauen, dass auch ländliche Regionen zumindest stündlich angebunden sind und dass auch Direktverbindungen ohne Umwege über die Ballungszentren angeboten werden?
Position:
Kommentare Frage 7:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Ich setze mich für den Ausbau von Verbindungen ein. Die in der Frage pauschal genannten Standards sind, so wie sie formuliert sind, unrealistisch.”
Harm Adam / CDU: “Wir wollen auch in Zeiten der Haushaltssicherung den ÖPNV im ländlichen Raum stärken. Bedarfsverkehr und bessere Direktverbindungen sollen die Erreichbarkeit wirtschaftlich sinnvoll verbessern.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Mobilität im ländlichen Raum und der Ausbau des ÖPNV sind Herzensthemen für mich. Hier müssen Angebote verstärkt werden. Ergänzt werden kann das auch durch innovative Modelle des "on-Demand-Verkehrs".”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Ländliche Orte sollen verlässlich angebunden sein, möglichst stündlich auf wichtigen Relationen. Linienverkehr soll durch On-Demand-Angebote ergänzt werden. Dafür braucht es mehr Finanzierung.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Als ehemaliger Landbewohner kenne ich das Gefühl, nur zweimal am Tag einen Bus zu bekommen. Stündlich ist die Mindestanforderung.”
Kommentare Frage 8:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Das Gewerbegebiet Area 3 Ost zeigt, dass es auch andere „grüne“ Optionen gibt. Bei der Raumordnung müssen den Gemeinden Entwicklungsmöglichkeiten bleiben.”
Harm Adam / CDU: “Entsiegelung ist sinnvoll, aber keine pauschalen Verpflichtungen. Wir setzen auf praktikable Lösungen, Einzelfallentscheidungen und eine ausgewogene Abwägung.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Ich setze mich für verbindliche Entsiegelung zum Versickern des Wassers, Begrünung der Flächen zum Hitzeschutz und CO2-Bindung ein, besonders auch für genutzte Flächen.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen ein kreisweites Entsiegelungsprogramm und Entsiegelungsbilanzen bei Neubauten. Priorität haben überhitzte Orte, Schulhöfe, Parkplätze, Gewerbebrachen und dicht bebaute Quartiere.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Projekte wie Hann. Münden blüht und summt muss auf den Landkreis ausgeweitet werden.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Dringend müssen wir überall ein Entsiegelungskataster anlegen und konsequent vorgehen.”
Kommentare Frage 9:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Eine Art Monitoring ist rechtlich vorgeschrieben, dies hat auch die Aufsichtsbehörde gegenüber den Kommunen klargestellt.”
Harm Adam / CDU: “Naturschutzmaßnahmen müssen nachvollziehbar umgesetzt werden. Wir unterstützen ein wirksames Monitoring im Sinne von Transparenz und Erfolgskontrolle.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Im Umweltausschuss wird zur Verwendung der Ersatzgelder berichtet. Ich setze mich ein, Ersatzgeld zeitnah zu verwenden, das Landkreiskataster zu führen u. Kommunen bei ihrem Monitoring zu beraten.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Kompensationsmaßnahmen müssen kontrolliert werden. Wir wollen ein öffentliches Monitoring mit digitalem Kataster, regelmäßigen Kontrollen, klaren Zuständigkeiten und Nachsteuerung.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Wenn Mittel dafür bereit gestellt werden können und die Kreistagsabgeordneten zustimmen, dann ja.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Ja, aber besser ist es, wenn Naturgüter gar nicht erst verloren gehen.”
Kommentare Frage 10:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Weitere Vereinfachungen und Digitalisierung, so dass die Arbeit mit den vorhandenen Stellen zu schaffen ist. Ersatzgelder stehen ausreichend zur Verfügung.”
Harm Adam / CDU: “Eine leistungsfähige Naturschutzbehörde ist wichtig. Über zusätzliches Personal und Sachmittel entscheiden wir nach Aufgabenentwicklung und Haushaltslage.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “In diesem Bereich gibt es immer mehr Aufgaben als Personal (z.B. Biber). Eine Aufstockung ist nötig.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen mehr Personal und Sachmittel für die Untere Naturschutzbehörde. Genehmigungen, Kontrollen und Naturschutz brauchen ausreichend Fachpersonal und eine leistungsfähige Verwaltung.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Wenn eine Aufstockung nötig ist, werde ich mich dafür einsetzen. Zunächst würde ich im Rahmen der Arbeitsplatzsystemgestaltung Anpassungen vornehmen.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Ohne hinreichend Personal können diese Ziele nicht erreicht werden.”
Kommentare Frage 11:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Der Landkreis Göttingen unterstützt die ökologische Landwirtschaft bereits stärker als andere Landkreise in Niedersachen. Das will ich fortsetzen.”
Harm Adam / CDU: “Wir stärken die regionale Landwirtschaft. Förderprogramme sollen zielgerichtet, wirtschaftlich und gemeinsam mit den Betrieben entwickelt werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Ich bin klar für ökologische Landwirtschaft, die auf mind. 30 % der Fläche umgesetzt werden sollte. Unser größter Hebel im Landkreis ist die Stärkung von Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen kommunale Förderung des Ökolandbaus. Die Öko-Modellregion bietet Strukturen, die wir durch Beratung, regionale Vermarktung und Bio in öffentlichen Einrichtungen stärken wollen.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Das würde ich zunächst prüfen. Da sind Verbände sehr gut aufgestellt. Da werde ich zuhören und Entscheidungen daraus ableiten.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Und auch mehr Hitzeschutzhilfen für Agrarbetriebe.”
Kommentare Frage 12:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Ich habe mich in der Vergangenheit bereits dafür eingesetzt und setze mein Engagement im Austausch mit regionalen Unternehmern und Einrichtungen fort.”
Harm Adam / CDU: “Wir stärken regionale Landwirtschaft und Wertschöpfung. Regionale Vermarktung und kurze Wege fördern Wirtschaft, Versorgung und Nachhaltigkeit.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Der Landkreis Göttingen ist Ökomodellregion zur Förderung genau dieser Bereiche. Ich möchte, dass es hier künftig weiter vorangeht.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung stärken. Dazu gehören Plattformen, Wochenmärkte, solidarische Landwirtschaft, bessere Logistik und regionale Beschaffung.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Hierzu wird es zielführende Gespräche im Vorfeld geben müssen.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Regional produzierte Güter sind schaffen auch Arbeitsplätze.”
Kommentare Frage 13:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Ich werde mich für wirksame Aufklärung einsetzen. Schottergärten sind in Nds. verboten, das ergibt sich aus § 9 Abs. 2 NBauO.”
Harm Adam / CDU: “Artenreiche Gärten begrüßen wir. Vorrang haben Information und Beratung; Fördermaßnahmen sind möglich, zusätzliche Sanktionen sehen wir zurückhaltend.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Würde ich gerne, das ist aber abhängig von finanziellen und personellen Möglichkeiten des Landkreises. Auf alle Fälle würde ich Anleitung herausgeben für leicht zu pflegende artenreiche Grünflächen.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen Beratung, Förderung und konsequente Anwendung des geltenden Rechts gegen Schottergärten. Besonders Menschen mit wenig Geld sollen bei der Umgestaltung unterstützt werden.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Das habe ich als Bürgermeister in Hann. Münden bereits erfolgreich umgesetzt.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Ja, und die Kommunen brauchen Schottergärtenverbote.”
Kommentare Frage 14:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Es gibt keine zahlenmäßigen Vorgaben in den Plänen. Den Gemeinden muss in der Raumordnung ein angemessener Spielraum zur Entwicklung verbleiben.”
Harm Adam / CDU: “Konsequente Umsetzung des Landschaftsrahmenplans zur Reduzierung des Flächenverbrauchs”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen die Ziele des Landschaftsrahmenplans konsequent in Planung und Infrastruktur einbeziehen. Flächenverbrauch soll sinken; Innenentwicklung, Entsiegelung und Naturschutz haben Priorität.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Das ist ein wichtiger erster Schritt.”
Kommentare Frage 15:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Die Umsetzung des Niedersächsischen Weges verläuft, was die Aufgaben des Landkreises Göttingen angeht, erfolgreich.”
Harm Adam / CDU: “Gewässer- und Naturschutz gehören zu unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Wir setzen auf wirksamen Vollzug geltenden Rechts und gezielte Maßnahmen mit Augenmaß.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Neben der regelmässigen Kontrolle setze mich dafür ein, Ersatzgelder zusätzlich über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus zu verwenden und Projekte für Gewässerrenaturierung zu entwickeln.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen Gewässerschutzstreifen besser kontrollieren und ihre Wiederherstellung fördern. Dafür braucht es Beratung, Kontrollen und ausreichende Mittel für ökologisch wirksame Streifen.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Zusätzliche Mittel kann ich nicht versprechen. Es ist sinnvoll diesbezüglich Fördermittel anzuzapfen. Ich werde Kontrollen öffentlich machen.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Hier muss Biodiversität geschützt werden.”
Kommentare Frage 16:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Grds. ja, aber es gibt kleinere Flächen ohne naturschutzfachlichen Wert, bei denen ich mir eine Ausweisung vorstellen könnte.”
Harm Adam / CDU: “Über neue Abbauflächen muss im Einzelfall nach Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und geltendem Recht entschieden werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Ich setze mich schon jetzt als Landtagsabgeordnete zusammen mit den Grünen Ministerien gegen eine Ausweisung neuer Abbauflächen ein. Das wird auch weiterhin meine Linie sein.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir lehnen neue Naturgips-Abbauflächen im Kreis ab. Der Schutz des Südharzer Gipskarsts hat Vorrang. Recyclinggips, alternative Baustoffe und Sanierung statt Neubau sind realistische Alternativen.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Bestehende Zusagen müssen eingehalten werden. Neue Abbauflächen gehören auf den Prüfstand. Bedarfe aus dem Ausland zu beschaffen halte ich nicht für sinnvoll.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Ja, die daraus entstehenden Schäden müssen vermieden werden.”
Kommentare Frage 17:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Ein kommunales Förderprogramm für Privatgrundstücke ist m. E. hier der falsche Ansatz.”
Harm Adam / CDU: “Nachhaltiges Wassermanagement und Klimaanpassung unterstützen wir durch wirtschaftlich sinnvolle Fördermaßnahmen.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Das finde ich auf jeden Fall sehr anstrebenswert. Ob ein Förderprogramm möglich ist, hängt von der Finanzlage ab. Auf Landesebene entsteht gerade ein neues Wassergesetz, um Regenwasser besser zunutzen”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen Förderung für Regenwassernutzung, Versickerung, Zisternen, Gründächer und Entsiegelung. Die Angebote müssen sozial gestaltet sein, damit alle profitieren.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Auch das muss Teil der Maßnahmen sein.”
Kommentare Frage 18:
Harm Adam / CDU: “Abfallvermeidung und Mehrwegsysteme unterstützen wir dort, wo sie praktikabel und organisatorisch sinnvoll umsetzbar sind.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Ja, Konzepte in diese Richtung müssen entwickelt werden. Beispielsweise auch mit der Fachexpertise zu Kreislaufwirtschaft und Recycling der TU Clausthal.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen Zero-Waste-Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen: Mehrweg statt Einweg, Abfallvermeidung, Leitungswasser, klare Vorgaben für Caterer sowie Mülltrennung und Nachweise.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Ich habe sowieso nie verstanden, warum das nicht längst so ist.”
Kommentare Frage 19:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Dies erhöht nicht nur die Planungssicherheit für die Verbände, sondern reduziert auch Bürokratiekosten.”
Harm Adam / CDU: “Wir begrüßen die Arbeit von Umwelt- und Naturschutzverbänden. Förderungen sollen verlässlich sein, aber auch transparent bewertet und an der Wirksamkeit ausgerichtet werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Die Förderung für Natur- u. Umweltverbände im Landkreis Göttingen wurde von Grün/SPD angehoben. Sie werden mit jedem Haushalt verlässlich gefördert. Dabei bleibt es.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir unterstützen mehrjährige, verlässliche Förderung für Umwelt- und Naturschutzverbände. Dauerhafte Aufgaben brauchen Planungssicherheit statt jährlich neuer Projektanträge.”
Till Jonas Hampe / Volt: “Planbarkeit ist das A und O.”
Kommentare Frage 20:
Marcel Riethig / Bürgergemeinschaft LK Gö: “Die bereits umgesetzten Bürgerbeteiligungsformate wurden gut angenommen, Wünsche für andere Formate wurden mir gegenüber bislang nicht geäußert.”
Harm Adam / CDU: “Bürgerbeteiligung ist wichtig. Wir setzen auf transparente Information und bewährte Beteiligungsformen. Neue verbindliche Formate müssen auf ihren Nutzen und Aufwand geprüft werden.”
Pippa Schneider / B90/Die GRÜNEN: “Der Klimabeirat in Göttingen ist ein erfolgreiches Beispiel für Bürgerbeteiligung. Für die Stärkung von Bürgerbeteilung und Entwicklung von neuen Formaten setze ich mich ein.”
Nina Lauterbach / Die Linke: “Ja. Wir wollen verbindliche Beteiligungsformate wie Bürgerräte und Beiräte stärken. Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik soll transparent und gemeinsam mit der Zivilgesellschaft gestaltet werden.”
Harald Wegener / Wählergemeinschaft LK Gö: “Selbstverständlich. Ich bin Vorsitzender eines Vereins der Umwelt- und Naturschutz thematisiert.25”
Till Jonas Hampe / Volt: “Sonst ist es zu leicht, Kritik zu ignorieren.”
HINWEIS: Der SPD-Unterbezirk Göttingen und Landratskandidatin Ulrike Witt haben sich zu unserer Positionsabfrage wie folgt zurück gemeldet.
"Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, die einzelnen Punkte nur mit „Ja“, „Nein“ oder „Neutral“ zu beantworten. Viele Ihrer Fragen verbinden ein Ziel, das wir grundsätzlich unterstützen, mit sehr konkreten Forderungen – etwa zu Förderprogrammen, zusätzlichen Stellen oder Haushaltsmitteln. An diesen Stellen möchten wir genauer sagen, was wir unterstützen, wo wir noch Prüfungsbedarf sehen und was letztlich vom Kreistag entschieden werden muss.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung."