Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Kreisgruppe Goettingen

Wespen im Garten

Wespen sind häufig vorkommende, aber für manche auch unerwünschte "Untermieter" im Garten, an Balkons und unter dem Dach. Deshalb sollte man mehr über sie wissen, anstatt ihnen mit Ängsten oder gar Panik zu begegnen.

Jedes Jahr beginnt damit, dass eine "Wespenkönigin" im Frühjahr ihr neues Volk erst einmal gründen muss. Sie fängt an ein Nest mit mehreren Zellen zu bauen, in die sie Eier ablegt. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die sich bald verpuppen. Nach insgesamt etwa 4 Wochen schlüpfen dann die ersten Wespen, die "Arbeiterinnen". Diesen setzen den Nestbau fort und die Königin füllt die weiteren Zellen mit Eiern. Das Nest kann eine beachtliche Größe von rund 30 cm und mehreren hundert Tieren annehmen.

Erst im Spätsommer oder Herbst entwickeln sich durch besondere Fütterung auch männliche Wespen und junge Königinnen. Nach der Begattung der Königinnen suchen allein diese nach Möglichkeiten der Überwinterung. Alle anderen Wespen sterben ab und das Wespennest verwaist.

Es gibt in Deutschland einige hundert Wespenarten, zwei von ihnen tauchen aber vermehrt im Juli/August auf und verhalten sich aufdringlich, da sie an süßen Speisen und Fleisch interessiert sind. Auch wenn es manchmal anders wirkt, diese Wespen wollen nicht stechen und sind auch nicht automatisch aggressiv; sie wollen lediglich Nahrung ergattern.

Wespen erfüllen eine wichtige Funktion im ökologischen Netz und sollten möglichst erhalten werden. Einige Wespenarten sind vom Aussterben bedroht und deshalb unter Schutz gestellt.

Wespennest - was tun?

Im Garten sind Wespen nützlich, weil auch sie Blüten bestäuben und damit zu reicher Obsternte beitragen. Zudem vertilgen sie viele Insekten und tragen so dazu bei, dass Schädlinge im Garten eingedämmt werden. 

Wespennestern ist mit Bedacht zu begegnen, nicht mit Angst. Wespen sind nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich akut bedroht fühlen. Halten sie einfach Abstand zum Nest, vermeiden ie heftige Bewegungen in dessen Nähe und verweilen sie nicht in der Flugbahn der Wespen. Achten Sie darauf, dass keine heftigen Erschütterungen und keine Manipulation des Fluglochs oder Nestes passieren.

Falls Sie dennoch ein Wespennest "deaktivieren" müssen, können Sie dies durch Vergrämung des Volkes erreichen. Tragen Sie mit größter Vorsicht wenige Tropfen Duftstoff, wie Nelkenöl oder Chinaöl, im Bereich des Einflugloches auf.  So lassen sich Wespen in der Regel effektiv vertreiben.

Ein Wespenvolk existiert in der Regel 5-6 Monate, zum Herbst hin stirbt es komplett ab. Die Jungköniginnen sind bereits vorher vom Nest abgeflogen, um über den Winter zu kommen. Sie suchen sich für das kommende Frühjahr dann an anderer Stelle ein neues Nest für ihr neues Volk.

Tipps und Tricks...

  • Stellen Sie etwas entfernt von Ihrer Kaffeetafel einen Teller mit leicht angebratenem Schinken oder überreifen Trauben auf. Daran sind Wespen häufig stärker interessiert als an Ihrem Kuchen.
  • Zum kurzzeitigen Vergrämen, etwa während des Mittagessens, können Sie etwas Kaffeesatz in einen feuerfesten Behälter geben und mit einem Feuerzeug anzünden. Die abgegebenen Dämpfe wirken abschreckend auf Wespen.
  • Pusten Sie Wespen nicht an! Das Kohlenstoffdioxid in unserem Atem ist für Wespen ein Warnsignal, auf das sie aggressiv reagieren.
  • Und das Wichtigste: Bewahren Sie Ruhe, schlagen Sie nicht nach den Tieren und wedeln Sie nicht panisch mit den Händen. Im Zweifelsfall können Sie kurz die Kaffeetafel verlassen und in einiger Entfernung warten, bis die Wespe wieder weg ist.

BUND-Bestellkorb