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"Pro Recyclingpapier - Bildung für einen nachhaltigen Konsum"

Mit dem Angebot von 13 detailliert ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten will der BUND eine Umsetzung der Agenda 21 im Schulunterricht am Beispiel des Alltagsproduktes Papier anregen und durch praktische Vorschläge erleichtern. Die Ausarbeitungen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Programm 21 zur nachhaltigen Bildung der Bund-Länder-Kommission.

Durch die Betrachtung verschiedener umwelt- und entwicklungspolitischer Aspekte unseres Papierkonsums kann den SchülerInnen ein Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten vermittelt und alternatives Handeln nahegelegt werden. Dies geschieht in der Auseinandersetzung mit der Produktion und Vermarktung von Papier unter Berücksichtigung der ökologischen und entwicklungspolitischen Konsequenzen (mehr dazu).

In fächerübergreifenden Unterrichtseinheiten werden die globalen Zusammenhänge der Papierproduktion und des Papierverbrauchs aufgezeigt und die ökologischen wie sozialen Auswirkungen verdeutlicht.

Die SchülerInnen erarbeiten entsprechende Handlungsalternativen, die sie zu einem nachhaltigen und kritischen Konsumverhalten nicht zuletzt auch im Schulalltag befähigen.

Unterrichtseinheiten (Kurzbeschreibungen und Downloads hier)

Die angebotenen Unterrichtseinheiten sind nach den Rahmenrichtlinien für die niedersächsische Umweltbildung erarbeitet. Die Ausarbeitungen und Begleitmaterialien sind auch in der Geschäftsstelle des BUND in Göttingen sowie beim Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) einzusehen und auszuleihen.

Unterrichtsthemen, wie sie schul-jährlich in der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) behandelt werden, sind in einem engeren oder weiteren Bezug auf unseren Papierkonsum, den Hintergründen, Folgen und alternativen Möglichkeiten ausgestaltet. Das Grundlagenwissen zu bestimmten Unterrichtsinhalten, wie beispielsweise zu Säuren und Laugen im Chemieunterricht, zum Ökosystem Wald im Biologieunterricht oder auch zu Indianern in Nordamerika im Erdkundeunterricht wird in den Unterrichtsvorschlägen über die verschiedensten Berührungspunkte mit dem Thema Papier vermittelt.

Mit den Vorschlägen lassen sich bisherige Unterrichtsgestaltungen ersetzen oder ergänzen. Einige Themen und Inhalte der Unterrichtseinheiten sind auch für den Grundschulbereich wie für den Sekundarbereich II in ggf. abgewandelter Form geeignet.

Projektpartner / Kooperationen / Historie

EPIZ-Göttingen (Entwicklungspolitisches Informationszentrum)
Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit & Unterrichtseinheiten: Regina Begander
www.ifak-goettingen.de

Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) /
Institut für allgemeine und angewandte Ökologie e. V.
Pädagogisch beratende Lehrerin für die Unterrichtseinheiten: Karin März-Meißner
www.oeko-institut-hardegsen.de

Stadtreinigung - Abfallberatung der Stadt Göttingen, Ansprechpartnerin: Maja Heindorf
www.stadtreinigung.goettingen.de

Initiative 2000 plus - NRW, Ansprechpartnerin: Agnes Dieckmann (Urgewald e.V.)
www.urgewald.de

  • Die BUND-Kreisgruppe Göttingen ist Initiator und Koordinierungstelle des Projektes "Pro Recyclingpapier - Bildung für nachhaltigen Konsum" (Projektleitung: Nicole Handel). Mit dem Projekt soll eine "Starthilfe" für Bildungsarbeit zum Thema nachhaltiger Konsum geboten werden. Am Produkt Papier werden die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Papierherstellung und -verbrauch in den Industrieländern thematisiert sowie Handlungsalternativen aufzeigt. Bereits im Vorfeld des Projektes beschäftigte sich der BUND durch langjährige und projektbezogene Arbeit im Kreis Göttingen mit der Thematik Papier. Zu nennen sind Tätigkeiten innerhalb der "Aktion Ökologischer Schulanfang" und dem "PapierAudit", einer Beratung von Unternehmen zum Einsatz von Recyclingpapier. Durch die "Aktion Ökologischer Schulanfang" konnten bereits zahlreiche Kontakte zu Schulen und Schulämtern geknüpft werden. Jedes Jahr werden erneut Eltern von SchulanfängerInnen über umweltschonende Schulmaterialien informiert.

  • Das EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum Göttingen) war und ist ein wichtiger Kooperationspartner (Kontakt: Regina Begander). Am Beispielprodukt Papier lassen sich die weltweiten Verflechtungen von Herstellung und Handel darstellen. Unser Papierkonsum soll auf seine globalen und entwicklungsbezogenen Auswirkungen hin untersucht werden. Behandelt werden v.a. die entwicklungspolitischen Aspekte von nachhaltigem Konsumverhalten.

  • Die pädagogische Begleitung des Vorhabens übernimmt das RUZ-Hardegsen (Regionales Umweltbildungszentrum im Institut für allgemeine und angewandte Ökologie e. V.). Unterstützt durch Öffentlichkeitsarbeit v. a. im 2. Jahr wird das Projekt von der Abfallberatung Göttingen.

  • Vorbild für das Projekt und wichtiger Kooperationspartner ist die Initiative 2000 plus, die im Jahre 1999 von acht Umweltverbänden in NRW, der Verbraucher-Zentrale NRW und der Stadt Löhne gegründet wurde. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Umweltbundesamtes und der Ministerin für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW Bärbel Höhn. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Schulen / Schulklassen für den Gebrauch von Recyclingpapieren zu gewinnen. Durch das Angebot verschiedener Infopakete der Initiative 2000 plus sollen auch in anderen Bundesländern Partnerorganisationen gefunden und unterstützt werden.

  • Das Projekt "Pro Recyclingpapier" folgt der Programmatik des BLK-Programms 21 des Niedersächsischen Kultusministeriums - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Dieses Programm dient der Entwicklung neuer Lehr- und Lernmethoden, durch die an den Schulen die Fähigkeit vermittelt werden soll, Wissen aus verschiedenen Fächern zu verknüpfen, um selbst Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, wie den gestiegenen Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Entwicklung begegnet werden kann. Die SchülerInnen sollen ein umweltschonendes und nachhaltiges Verbrauchsverhalten erlernen und sich mit Themen wie "Gerechtigkeit zwischen den Generationen" oder "Eine Welt" auseinander setzen. Im Vorfeld der Projektinitiierung wurde bereits Kontakt zum BLK-Programm 21 aufgenommen.



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