Ein beliebtes Ausflugsziel im Naturschutzgebiet Göttinger Wald
Das Kerstlingeröder Feld inmitten des Göttinger Forstes hat eine lange, wechselhafte Geschichte. Bis vor etwa 25 Jahren diente es der Bundeswehr als Standort-Übungsplatz. Nach vergeblichen Versuchen, dort einen Golfplatz zu installieren, wurde das Gebiet zunächst als europäisches FFH-Schutzgebiet benannt und schließlich am 17.05.2007 mit Teilen des Göttinger Stadtwaldes formell unter Naturschutz gestellt.
Allerdings erfordert der Erhalt der offenen Flächen des Kerstlingeröder Feldes mit seinem besonderen Vorkommen an Flora und Fauna regelmäßige Pflege. Sich selbst überlassen würden die freien Flächen schnell von Sträuchern, Buschwerk und Bäumen vereinnahmt werden.
In Ergänzung zu den laufenden Pflegearbeiten des Göttinger Stadtforstes engagieren sich seit etwa dem Jahr 2000 in Abstimmung und Kooperation mit dem Stadtforst bzw. der Unteren Naturschutzbehörde verschiedene Göttinger Vereine und Institutionen für eine Wiederherstellung und den Erhalt und die Pflege des Offenlandes des Kerstlingeröder Feldes.
So organisiert der BUND gemeinsam mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen (BSG) wenigstens zweimal im Jahr einen Pflegeeinsatz. Dabei bieten fachkundige Mitarbeiter eine Einweisung in die Arbeit bzw. übernehmen Vorarbeiten ggf. mit Kettensägen und Motorsensen. Das geschnittene Gehölz und Strauchwerk ist dann an die Wegränder zu schaffen, von wo aus es dankenswerterweise von Forstarbeitern verladen und abgefahren wird.
Mittlerweile hat sich bei der BUND Kreisgruppe auch noch eine kleine Pflegegruppe installiert, die zusätzliche Einsätze auf dem Gebiet leisten.
Weitere Bilder und interessante Informationen auch zum geschichtlichen Hintergrund des Kerstlingeröder Feldes sind zu finden bei Wikipedia!