Zur Beseitigung / Reduzierung der noch im Wasser gelösten Nährstoffe sollte ein Retentionsbodenfilter eingeschaltet werden, wo der Graben durch eine breitere Feld- und Gehölzbrache fließt.
Retentionsbodenfilter, auch als Pflanzenbeete oder Pflanzenkläranlagen bezeichnet, werden in der Abwasserbehandlung seit längerem als Alternative zum Anschluss an eine zentrale Kläranlage und in den letzten Jahren verstärkt auch zur Regenwasser- und Mischwasserbehandlung eingesetzt. Die Anwendung dieser Technik könnte in einer dezentralen Anlage auch zur deutlichen Verringerung der Nährstofffracht kleinerer Fließgewässer aus landwirtschaftlichen Intensivgebieten beitragen.
Unter den Bedingungen einer möglichst naturnahen Gestaltung des Fließgewässers sollte bei der Konstruktion des Retentionsfilterbeckens jedoch geprüft werden, ob nicht auf die Abdichtung zum Untergrund verzichtet werden kann, um einen möglichst natürlichen Charakter des Fließgewässers zu ermöglichen. Zumindest sollte auf künstliche Werkstoffe wie Folien verzichtet werden. Möglich wäre auch, die Drainage als wasserleitende Schicht zu konstruieren, aus der das gefilterte Wasser im Sinne einer Quellschicht (Kiese und grobe Sande) austreten kann. Im oberen Bereich sollte geplant werden, die Struktur eines offenen Fließgewässers zu erhalten (Bifurkation).
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