Retentionsbodenfilter

Zur Be­seitigung / Reduzierung der noch im Wasser gelösten Nährstoffe soll­te ein Retentionsbodenfilter eingeschaltet werden, wo der Graben durch eine breitere Feld- und Gehölzbrache fließt.

Re­ten­tions­bo­denfilter, auch als Pflanzenbeete oder Pflanzenkläranlagen bezeichnet, werden in der Ab­was­ser­be­handlung seit längerem als Alternative zum Anschluss an eine zen­trale Klär­an­la­ge und in den letzten Jahren verstärkt auch zur Regenwasser- und Misch­was­ser­behandlung eingesetzt. Die Anwendung dieser Tech­nik könnte in einer dezentralen Anlage auch zur deutlichen Verringerung der Nähr­stofffracht klei­ne­rer Fließgewässer aus landwirtschaftlichen Intensivgebieten bei­tragen.

Unter den Bedingungen einer möglichst naturnahen Gestaltung des Fließ­ge­wäs­sers sollte bei der Konstruktion des Retentionsfilterbeckens jedoch geprüft wer­den, ob nicht auf die Abdichtung zum Untergrund verzichtet werden kann, um einen mög­lichst natürlichen Charakter des Fließgewässers zu ermöglichen. Zu­min­dest soll­te auf künstliche Werkstoffe wie Folien verzichtet werden. Möglich wä­re auch, die Drainage als wasserleitende Schicht zu konstruieren, aus der das ge­filterte Wasser im Sinne einer Quellschicht (Kiese und grobe Sande) aus­tre­ten kann. Im oberen Bereich sollte geplant werden, die Struktur eines offenen Fließ­ge­wäs­sers zu erhalten (Bifurkation).

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Schnitt durch einen Retentionsfilter (Quelle: Erftverband 2009)
Lage des Retentionsbodenfilters