Bestandsaufnahme und Monitoring für den Anbau und die Nutzung von Biomasse in der Region - eine grundlegende Forderung der BUND-Kreisgruppe Göttingen.
- Die Förderung der energetischen Nutzung ohnehin anfallender und stofflich nicht nutzbarer Biomasse, also die Nutzung von Reststoffen, wie Gülle und Stallmist, Bioabfällen und Schnittgut aus der Landschaftspflege muss zukünftig absolute Priorität haben vor dem Anbau von Energiepflanzen.
Um eine fundierte und fachgerechte Bewertung der Nutzung von Biomasse in der Göttinger Region möglich zu machen, fordert die BUND Kreisgruppe Göttingen die Durchführung einer Bestandsaufnahme von externer und neutraler Stelle.
Hierbei ist sowohl die aktuelle Flächennutzung *), wie auch die Reststoff- und Bioabfallnutzung aus Land- und Forstwirtschaft, Landschaftspflege, private Haushalte usw. zu erfassen.
*) landwirtschaftliche Flächennutzung auf Schlagebene mit Unterscheidung von Nahrungsmittel- und Energiepflanzenproduktion, Naturschutzflächen, Waldflächen usw.
Mit dieser Bestandsaufnahme als Entscheidungsgrundlage für weitere Entwicklungen muss ein regionales Flächen- und Reststoffnutzungskonzept erstellt werden, welches Konkurrenzen zwischen Nahrungsmittel- und Energiepflanzenproduktion ausschließt, den regionalen, ökologischen Lebensmittelanbau fördert, mit den Zielen von Natur-, Boden-, Gewässerschutz und der Luftreinhaltung vereinbar ist und die maximale und effizienteste Ausnutzung der ohnehin anfallenden Rest- und Abfallstoffe sicherstellt.
Im Rahmen dieses Konzeptes wird auch ein regelmäßiges Monitoring gefordert, welches die Veränderungen der Flächennutzungen dokumentiert und eine detaillierte Begleitung der weiteren Entwicklungen ermöglicht.